Sozialarbeit in Ghana

Berichte von 07/2014

31Juli
2014

meine letzte Woche

Schon bald sind meine vier Wochen hier in Ghana zu Ende. Es war bis jetzt eine unvergessliche Zeit. Am Wochenende machten Sara, Caro, Bettina und ich einen Ausflug zu den Wli-Wasserfaellen in der Volta-Region. Um 7 Uhr brachen wir auf und fuhren mit dem Trotro nach Kaneshi. Dort stiegen wir in ein anderes um bis zur ToDo-Station. Dort wartete ein Langstreckentrotro um nach Hohoe zu fahren. Wir stiegen ein. Wir waren die ersten, so mussten wir eine Stunde warten, bis das Fahrzeug voll war, denn es faehrt erst dann ab, wenn der letzte Platz besetzt ist. Als dann endlich alle Personen im Trotro sassen, wir zuhinters, eingeengt auf unseren Sitzen sassen, die Rucksaecke auf unserem Schoss, fuhr das Trotro endlich los. Es war etwa halb 11. Wir fuhren durch abgelegene Landschaften, durch Doerfer und ueber bucklige Strassen 5 Stunden durch, es gab nur eine kurze Pinkelpause zwischendrinn. Einige Frauen reisten mit ihren Kindern, welche die ganze Zeit auf ihrem Schoss sassen, ich weiss nicht, wie sie das schaffen konnten, ich war schon ziemlich ueberfordert mit meinem Rucksack. Endlich, um halb 4 kamen wir in Hohoe an. Dort setzten wir uns in ein Taxi und wir wurden zu unserem Hotel chauffiert. Das Hotel liegt in einer gruenen Landschaft mit einem wunderschoenen Ausblick auf die Berge. Da kam Heimatgefuehl auf :). Das Hotel mit den 3 kleinen Bungalows und drei Zweierzimmer wird von einem deutschen Ehepaar gefuehrt, welche etwa vor 10 Jahren nach Ghana ausgewandert sind. Wir wurden freundlich empfangen und wir hatten Freude an der funktonierenden Dusche und daran, dass die Zimmerboeden sauber waren, sodass wir saubere Fuesse hatten, als wir aus der Dusche rauskamen. Denn das ist hier sonst nie der Fall... Wir genossen den Abend und gingen schon frueh schlafen, denn wir wollten fit sein fuer die Wanderung am naechsten Tag. Auch die Moskitos waren ein bisschen schuld daran, dass wir frueh in unsere Zimmer gingen, denn an diesem Tag waren sie besonders bissig... . Caro, Sara und Bettina wurden auch im Trotro schon voellig verstochen. Ich hatte keinen einzigen Stich. Ich habe keine Ahnung woran das lag, denn ich habe mich nicht besser eingesprueht oder so. 

Am Sonntag standen wir bei Zeiten auf, sodass wir frueh mit der Wanderung beginnen konnten, denn am Morgen ist das Klima wesentlich angenehmer. So brachen wir etwa um halb 9 auf. Liefen zu dem Informationsbuero, wo wir uns anmeldeten, den "Eintritt" von 15 Cedis bezahlten und unseren Guide kennenlernten. So begann unsere Wanderung zu den Wasserfaellen etwa um 9Uhr. Samuel drueckte uns allen einen Stock in die Hand, welchen wir am Anfang etwas verdutzt ansahen. Caro meinte, sie brauche ihn nicht, doch er sagte ihr, sie werde ihn ganz sicher brauchen. Nachher war sie ziemlich froh, dass sie ihn trotzdem mitgenommen hatte. Der Anstieg am Anfang war ziemlich anstrengend, es war sehr steil und teilweise war das Gebuesch hoeher als wir gross waren. Wir schlugen uns durch den "Dschungel" und hatten am Anfang sehr viel Motivation. Schon bald konnten wir einen atemberaubenden Ausblick geniessen. Wir sahen auch den hoechsten Berg von Ghana, welcher etwa 800 Meter hoch ist. 

Immer wieder machten wir kleine Pausen, denn es war sehr schwuehl. Zum Glueck schien die Sonne nicht so stark auf uns herab. Trotzdem schwitzten wir schon von Anfang an ziemlich stark. Denn ich bin mich einfach nicht gewohnt, in so feuchtem Klima zu wandern. 

Schon bald waren wir hoch oben in den "Bergen". Den Wasserfall konnten wir die meiste Zeit bestaunen. Jedoch nur von Weitem. Unser Ziel war es jedoch, am oberen Wasserfall ans Becken zu wandern. So hatten wir wieder einen Abstieg vor uns, denn der hoechste Punkt von unserer Wanderung erreichten wir schon nach etwa 1 1/2 Stunden. So hatten wir den schwierigsten und gefaehrlichsten Abschnitt noch vor uns. Wir kletterten wie ueber Leitern nach unten, hielten uns an Wurzeln fest, stuetzten uns auf unseren Stoecken ab und rutschen ab und zu auf unserem Hosenboden ein Stueckchen nach unten. Nach ungefaehr 20 Minuten war der Spuk vorbei. Zum Glueck. Ich war sehr froh, als der Guide meinte, dass das schwierigste vorbei waere. Mir ist es ein Raetsel, wie er es geschafft hat, ohne auszurutschen diese Wanderung zu machen, denn er lief in FlipFlops und hatte nur den einen Stock als Hilfe. 

Endlich erreichten wir das Becken vom oberen der Wli-Wasserfaellen. Es windete sehr und war kuehl vom Wasser, was herunterkam. Man koennte auch baden im Becken, doch uns war es zu kalt. Jedoch war es schoen, den Wasserfall von unten zu bestaunen. Wir tranken einige Schluecke und wanderten dann weiter. Wir hatten schon Hunger, doch leider haben wir voellig vergessen, etwas zu Essen mitzunehmen. Zum Glueck hatten wir genug zu trinken dabei. Also stiegen wir noch weiter ab, etwa 40 Minuten zum unteren Becken der Wasserfaelle. Wir mussten uns am Schluss ziemlich konzentrieren, denn wir waren ein wenig unterzuckert und hatten wackelige Beine. Das schlimmste war die Psyche, denn wir hatten immer Angst, dass wir abrutschten, denn die Wege waren nicht wirklich gesichert. Und manchmal dachte man sich schon, was passieren wird, wenn man abrutschen wuerde, denn es gibt in Ghana wahrscheinlich keine Rettungsflugwacht, die sofort zur Stelle ist, wenn man sie braucht. Doch wir haben es alle geschafft und kamen unversehrt am unteren Becken der Wasserfaelle an. Dort machten wir eine kurze Rast und liefen dann, vom Hunger getrieben, so schnell wie moeglich den ebenen Weg zurueck zum Ausgangspunkt. Wir brauchten 4 1/2 Stunden, was eine gute Zeit ist fuer diese Wanderung :) Es war auch ein tolles Erlebnis und die Aussicht war genial. 

Am Abend, nach einem guten Essen und einer Cola chillten wir in den Liegestuehlen, auf welchen man einen wunderschoenen Ausblick auf die Berge hatte. Wir quatschten und amuesierten uns. Wir goennten uns einen Dessert: Fruchtsalat mit Vanilleeis. Es war genial. Die Fruechte hier schmecken einfach viel besser als bei uns zuhause. Vor allem die Ananas war im Geschmack so viel intensiver. Sie werden auch auf der Wiese auf dem "Hotelgelaende" angepflanzt. 

Wir genossen diesen Abend und wollten noch gar nicht zurueckfahren, darum beschlossen wir, noch eine Nacht laenger zu bleiben, denn am Montag war ein religioeser Feiertag: Ende des Ramadan. So konnten wir ohne schlechtes Gewissen noch eine Nacht im Hotel verbringen und am naechsten Tag ohne Stress zurueckfahren. 

 

24Juli
2014

hello again!

Endlich habe ich es wieder einmal geschafft, einen Blogeintrag zu schreiben.  Leider ist das Internet hier im Internetcafe so langsam, dass ich eine Ewigkeit brauche, alles aufzuschreiben. Auch die Tastaturnen klemmen, sodass es lange geht, bis einige Saetze stehen.

Die Zeit hier vergeht wie im Flug. Unter der Woche habe ich immer das Projekt besucht. Leider konnte ich nicht so viel machen in der Klasse. Doch am Mittwoch schaute Matilda, unsere Verantwortliche, vorbei und wir fuellten einen Fragebogen aus. Auf dem schrieb ich, dass ich gerne mehr machen moechte in der Klasse. Jetzt darf ich ein wenig unterrichten. Das ist sehr schwierig, denn man hat fast keine Hilfsmittel. Nur einen schwarzen Marker, ein Whiteboard und die Kinder haben alle ein Heft und einen Bleistift. Die Bleistifte sind aber so schlecht, sie brechen alle 5 Minuten ab. Die Kinder hoeren mir auch nicht zu. Es ist so laut im ”Klassenzimmer”, man hoert auch die anderen Klassen von nebenan. Auch bin ich immer noch keine Respektsperson, weil ich mich weigere, die Kinder mit dem Stock zu schlagen. Das versteht meine Lehrerin heute noch nicht wirklich.

Am Sonntag waren wir zu siebt bei Joyce, einer Einheimischen. Sie hat uns eingeladen, bei ihr zu essen. Wir kauften die Zutaten und sie kochte dann Redred. Wir konnten ihr beim Zubereiten zuschauen. Das Haus ist nur spaehrlich eingerichtet und ist sehr dunkel. Sie stellte die Pfannen auf einen "Kohleherd" oder so was aehnliches. Das Essen war gut, nur leider viel zu fettig. Ich konnte es nicht aufessen. So voll habe ich mich noch nie gefuehlt. Kein Wunder sind hier alle Frauen so dick, wenn sie so fettig kochen. Allgemein wird hier sehr viel frittiert. Auch als Schutz vor Bakterien.Joyce bezahlt pro Monat 50 Cedis (ungefaehr 15 Franken) fuehr ihr Haus. Das Schulgeld kostet fuehr eines ihrer Kinder (sie hat 3, 2 gehen schon zur Schule) 75 Cedis pro 3 Monate. Das ist sehr viel! 

Bei Joyce liess ich auch meine Haare machen. Ich habe jetzt alle Haare in ganz kleinen "Twists". Also nicht geflochten, sondern gedreht. Sie hat zu meinen Haaren zusaetzlich kuenstliche mit hineingeflochten. Jetzt fuehlen sie meine Haare ziemlich schwer an, es ist eine Umgewoehung. Der ganze Spass dauerte fast 4 Stunden (sie waren zu dritt) und kostete 50 Cedis. Also gerade eine Monatsmiete fuer sie! Schon krass, das sind ganz andere Dimensionen hier. 

Am Mittwoch waren wir am Nachmittag am Strand. Es war leider bewoelkt, aber wir hatten immer die Hoffnung, dass es noch besser wird. Leider blieb es immer gleich und wir beschlossen, die Pizza schon frueher essen zu gehen. So bestellten wir in einem etwas noblerem Restaurant eine Pizza. Es war richtig schoen, wieder einmal etwas zu essen, was man von zuhause kennt J

Heute war ich im Projekt von Caro. Diese Schule ist so arm, sie haben gar kein richtiges Gebaeude, es sind nur einige zusammengenagelte Bretter. Alles ist offen, wenn es regnet, wird alles vertropft. Ich dachte, ich moechte diesen Kindern eine Freude machen und brachte meine Stofftiere hierhin mit, denn diese Kinder koennen sie viel mehr gebrauchen als die Schueler aus meiner Schule. Doch es war ein riesiges Chaos. Mein Ziel war es, den kleinsten je ein Stofftier zu schenken. Doch sobald das die aelteren bemerkten, begann das Gerammel und Gepruegel um die Tiere. Irgendwie schaffte ich es mit Caros Hilfe, es einigermassen gerecht zu verteilen. Den Lehrern war das egal, sie beachteten uns nicht wirklich und halfen uns ueberhaupt nicht. Als sie aber dann den Schluesselanhaenger entdeckte, steckte sie ihn selber ein! Die grossen waren natuerlich wuetend, weil sie selber nichts bekommen hatten. Aber ich wollte nicht auch noch die Stifte und Nanos verteilen in diesem Trubel.

In der Pause spielte ich mit den Kindern, das war so suess! Die brauche wirklich Liebe und jemanden, der sich mit ihnen beschaeftigt und mit ihnen spielt. Sie waren anhaenglich und freuten sich ueber uns. Spaeter, als dann die Pause um war und ich Fotos gemacht hatte, startete ich einen naechsten Versuch, den aelteren Kindern die Stifte und Nanos zu verteilen. Ich began bei den aeltesten. Diese bekamen Marker und Stifte. Aber anstatt einfach nur Danke zu sagen, wollten sie noch tauschen und auswaehlen! Einige bekamen dann halt nichts, weil sie die “nicht so guten Bleistifte” nicht wollten. Leider waren am Schluss wieder so viele Kinder um mich und Caro, dass wir ueberhaupt keinen Ueberblick mehr hatten, wer schon was hat und wer nicht. Diese Kinder koennen nicht einfach hinsitzen und warten, bis sie was bekommen. Leider. Schlussendlich hatten dann hoffentlich alle Kinder irgendetwas, ich weiss es nicht. Aber ich war ein wenig enttaeuscht, dass sie nicht mal Danke gesagt haben und noch motzten, dass sie nicht das richtige bekommen haben. Das ist schade. Die kennen hier kein Danke und Bitte.

Ich hoffe, meine Hosen sind bald fertig geschneidert. Wir kauften den Stoff im “Maggi-Haus”. Das ist ein Gebaeude, welches aus 3 Stockwerken besteht. Auf der ebenerdigen Etage verkaufen sie Fische, Gewuertze, Fruechte, Gemuese…, auf der zweiten Etage warden Tupperware, Duschmittel, Shampoos und so weiter verkauft und die ganze oberste Etage besteht aus den verschiedensten Stoffen, die man kaufen kann. Wir verirren uns jedesmal, wenn wir dort einkaufen gehen, weil alles so bunt ist. Die Schneiderin wohnt nur ungefaehr 100m von uns entfernt und schneidert uns alles, was wir wollen. Sie braucht nur den Stoff und genaue Angaben. Ich bin gespannt, wie meine Hosen werden 

14Juli
2014

Die Europaeer haben die Uhr, die Afrikaner die Zeit :)

Jetzt habe ich mich schon ziemlich gut eingelebt hier in Ghana. Die erste Woche war abwechslungsreich und sehr eindruecklich. Ich war bereits 3 Tage in meinem Projekt. Jeden Morgen stehen wir (Bettina, Sara und ich) um 6Uhr auf und brechen um 7Uhr auf. Zuerst laufen wir etwa 20 Minuten bis zur Hauptstrasse, an welcher wir auf ein Trotro warten. Immer wieder fahren welche vorbei und halten an. Wir steigen in eines ein, welches nach Kasoa faehrt. Das sind ungefaehr 10 Minuten. Dort angekommen laufen wir durch die Menschenmenge zu den Taxis. Wir nehmen ein Taxi, welches uns zum Platz Adam Nana bringt. Die Fahrt dauert etwa 10 - 15 Minuten, je nach Strassen- und Verkehrsverhaeltnisse. Die Schule, Help Child Academy befindet sich direkt bei diesem Platz. Ich habe mir in dieser Schule die 5 - 8 jaehrigen ausgewaehlt, welche im Kindergarten 2 sind. Die Schule ist nicht die aermste, sie besitzen auch einige PC's, jedoch mangelt es an Stiften. Die Schulbaenke sind alle unterschiedlich, auch die Tische. Meine Lehrerin ist ganz lieb, sie bringt mir immer einige Dinge zum Essen mit, welche ich probieren darf. Heute war es leider nicht so lecker.  Ich kostete ihre Suppe, welche aus verschiedenen Fischen und einer Krabbe bestand. Sie war ueberhaupt nicht lecker. Das Banku, was man dazu isst, irgendein Brei war leider auch nicht viel besser. Das isst man alles mit der rechten Hand. Denn die linke Hand ist die unreine Hand, mit der man sich waescht... Auch wenn man winkt oder jemandem etwas geben moechte, sollte man die rechte Hand benuetzen. 

Die Kinder sind suess. Sobald sie uns sehen, rufen sie uns: Obruni, Obruni! (das heisst so viel wie: weisser Mensch) und sie wollen uns anfassen. Auch manchmal auf der Strasse beruehren uns die Menschen und gruessen uns freundlich. 

Eigentlich ist die Lehrerin ganz lieb, doch sie schlaegt die Kinder, was ich ueberhaupt nicht gut finde. Sie hat immer ihren Stock dabei. Immer wenn ein Kind nicht aufpasst, einem anderen Schueler oder Schuelerin etwas zufluestert oder etwas falsches sagt, werden sie geschlagen. Sie schlaegt die Kinder entweder auf den Kopf oder auf den Ruecken. Wenn die Kinder sich mit den Haenden schuetzen, sagt sie manchmal sogar, sie sollen die Haende nach unten nehmen. Meist weinen die Kinder danach. Die Lehrerin meint, dass ist die einzige Moeglichkeit, dass die Kinder nicht auf die schiefe Bahn geraten. Auch zuhause werden die Kinder so bestraft. Die ganze Kultur ist anders aufgebaut. Die SchuelerInnen schauen auch nur diese Personen als Respektsperson an, welche Stoecke besitzen. Darum habe ich gar keine Chance, sie zu unterrichten, da ich sie nicht schlagen will.

Am Donnerstag hatten wir in unserem Haus einen Kochkurs. Eine Ghanaerin zeigte uns, wie man die ghanaische Spezialitaet REDRED kocht. Das ist ein gericht aus weissen Bohnen, Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch und Kochbananen, welche hier Plantains genannt werden. Es schmeckte sehr gut, leider war es fuer mich ein wenig scharf. 

Am Wochenende waren wir auf Cape Coast Tour. Wir brachen am Morgen um 7 Uhr (Ghana-time, also um halb 8) auf, um mit dem Praktikaweltenbus 3 Stunden zur Cape Coast zu fahren. Dort angekommen assen wir zuerst das vorbestellte Morgenessen. Fuer mich gab es Schokoladenpancakes und einen frisch gepressten Orangensaft. Nach dem Essen fuhren wir weiter zum Elmina Castle, wo wir durchgefuehrt wurden. Leider verstand ich nicht so viel vom Guide. Das Castle war schoen, vor allem die Aussicht, denn es stand direkt am Meer an einem kleinen Fischerhafen. Nach diesem Aufenthalt fuhren wir zu unserem Hotel, welches ebenfalls direkt am Strand lag. Den ganzen Nachmittag verbrachten wir am Strand. Wir badeten im Meer und sonnten uns in der Sonne. Einige kleine Fischerjungen gesellten sich zu uns und hatten Freude daran, fotografiert zu werden. 

Nach dem Abendessen fuhren wir zu einem Livekonzert. Uns wurde gesagt, es sei in der Naehe. Doch schlussendlich fuhren wir trotzdem eine halbe Stunde und das Ziel war eine Tankstelle, an welcher eine Band spielte. Wir sassen praktisch zwischen den Zapfseulen. Die Band war nicht schlecht, aber wir waren alle ziemlich muede, so brachen wir bald wieder auf. 

Am Sonntag fuhren wir zum Kakum-Nationalpark, wo wir auf Haengebruecken durch den Regenwald kletterten. Es war cool, doch leider haben wir ausser einem Regenwurm, Ameisen und Schmetterlingen keine Tiere gesehen. Das war schade. Spaeter fuhren wir noch zum Abschluss zu einem Restaurant, welches auf dem Wasser gebaut ist. Im Wasser gibt es wilde Krokodile. Eigentlich war das Ziel, mit einem Krokodil ein Foto zu schiessen und es anzufassen, aber leider kam keines heraus, zu dem wir uns haetten naehern koennen.

Dieses Wochenende war eine tolle Erfahrung. Ich hoffe die naechsten Wochen werden genau so cool :) 

 

 

(P.S. Fotos werden noch kommen)

(P.P.S. Leider muss ich immer ae, ue und oe schreiben... )

09Juli
2014

bereits zwei Tage in Ghana...

Strand Place: Mamma Africa Strasse in Ghana

Jetzt bin ich bereits seit zwei Tagen in Ghana und konnte schon sehr viele Erfahrungen sammeln. Überall herrscht buntes Treiben. Gestern besuchten wir den Markt, auf welchem alles angeboten wird. Von kleinen und grossen, noch lebendigen Krabben, über eine Vielzahl von Früchten bis hin zu Fischen und Schweinefüssen. Einiges stand direkt in der Sonne. Der Geruch war auch dem entsprechend schlecht, vor allem roch der Fisch ziemlich streng. Nach diesen Eindrücken besuchten unser ,Führer' Samuel, Sara, Carolin, Bettina und ich einen 15minütigen Trommelkurs in der Nähe des Meeres. Der Trommler war ein lustiger, er machte andauernd Witze und sprach einige Wörter auf Deutsch. Zum Beispiel meinte er, dass Sara mehr essen sollte, weil si zu dünn sei. Er meint: Wir in Ghana mögen pummelig! ;) Das stimmt wirklich, die ghanaischen Frauen sind eher runder als wir Europäer. Nachdem wir noch kurz das Meer angeschaut haben und durch den Markt mit Kleidung schlenderten, nahmen wir ein Trotro nach Hause. Ein Trotro ist ein Kleinbus, welcher durch die Strassen fährt. Die sind überall und fahren praktisch überall hin. Einer hält dann immer den Kopf aus dem Fenster und ruft, wohin sie fahren. Ich frage mich immer, wie in aller Welt so viele Menschen in einem solchen Trotro Platz haben. Erwähenenswert sind auch die Strassen.Nur die Hauptstrasse ist geteert, die anderen sind solche Buckelpisten, sodass nur in Schritttempo gefahren werden kann. Leider kann man nicht alles fotografieren, da es die Menschen nicht so gerne haben. Doch einige werde ich trotzdem schiessen und dann hoffentlich hier in diesem Blog hochladen ;)